Adventures in Sasserine

Log: Wahnsinn

Warenhaus von Mr. Dory – [Schattenküste, Freie Stadt Sasserine, 18. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]
Die Helden schleichen sich in einer Stille-Blase die Wendeltreppe nach oben, entdecken aber auf dem Boden im ersten Stock drei Manticore, die dort halb wachend, halb dösend, herumlungern. Sie legen den Stille-Stein auf der Treppe ab, um die Manticore in Sicherheit zu wiegen, und beratschlagen sich unten im Schutze einiger Kistenstapel. Allerdings reicht der Radius des Stille-Steines weiter in die Lagerhalle herein, so dass der Aufseher eine plötzliche Taubheit verspürt und neugierig nachschaut. Er entdeckt die Helden und kommt mit drei Wachen wieder. Gestisch fordert er die Helden auf, das Lagerhaus zu verlassen. Da die Helden nicht reagieren, senken die Wachen ihre Lanzen und wollen sie raus treiben – was Jonathan zum Anlass nimmt, einen Kampf von Zaun zu brechen. Wenige Atemzüge später sind der Verwalter und die Wachen tot – bis auf ein Wachmann, der verletzt nach draußen flieht.

Betroffen schauen sich die Helden an – die schnelle Eskalation hatten sie nicht gewollt, zumindest Baras und Grimmbart nicht. Ein kurzer Wortwechsel entspringt, in dem sich Jonathan rechtfertigt :

„Die haben uns angegriffen…das dürfen die doch nicht!“

„Nein, sie wollten uns nur aus dem Lagerhaus treiben“, murmelt Baras.

Grimmbart nimmt diesen Gedanken auf: „Genau, und das ist ja schließlich ihr Lagerhaus. WIR sind die Eindringlinge hier!“

„Aber, aber…wir kämpfen für eine gute Sache! Ich bin Kleriker des Pelor! Es geht hier um das Armenhaus!“, rechtfertigt sich Jonathan weiter, ein wahnsinniges Glitzern in den Augen.

„Darüber sollten wir nachher reden. Wie gehen wir weiter vor?“, bringt Baras das Gespräch wieder auf die anstehende Aufgabe. Nach kurzem hin und her steht der Plan. Baras soll an dieser Wendeltreppe hochschleichen und die Manticore ablenken, während Grimmbart und Jonathan an der gegenüberliegenden Seite der Lagerhalle unter dem Schutz der Stille nach oben schleichen.

Baras steigt vorsichtig die Treppe hoch und steckt den Kopf durch die Bodenöffnung. Die drei Manticore, majestätische löwenähnliche Wesen mit einer Stachelmähne und stachelbewehrten Schwanz, schauen gespannt in seine Richtung. Der Lärm des fliehenden Wachmanns musste sie alarmiert haben. Baras winkt vorsichtig, als schon drei Salven Manticorstacheln bei ihm einschlagen. Baras stolpert die Treppe herunter und muss noch eine zweite Salve von den an die Öffnung geeilten Wesen einstecken. Ein Manticor beginnt, seinen massigen Körper durch die Treppenöffnung zu pressen. Schwer verletzt stürmt Baras aus dem Haus.

Draußen hat sich eine kleine Menschenmenge gebildet, in deren Mitte der verletzte Wachmann steht. Baras stürzt seinen Heiltrank herunter und hört dabei erregte Rufe, die sich um „Überfall“, „alle tot“, „holt die Wache“ drehen – und mit einem „da ist einer von Ihnen“ endet. Die Menge ist allerdings noch sehr zurückhaltend – Baras ist blutbefleckt und schwer bewaffnet. Der Krieger beschließt, sich nicht der Menge zu stellen und läuft um das Haus herum, um dort einen weiteren Zugang zum Lager zu finden. An der Klippe zum Hafen angekommen, klettert er an der Fassade nach oben in Richtung Dach.

Jonathan und Grimmbart hingegen werden von den verbleibenden zwei Manticoren entdeckt. Die Tiere beschießen sie zunächst mit ihren Dornen, um dann mit einem mächtigen Satz in die Luft zu springen und auf die Helden zuzugleiten. Jonathan und Grimmbart hetzen weiter nach oben und kommen an eine Tür, die weiter zu Mr. Dory führen müsste. Grimmbart tritt sie ein und beide stürzen durch.

Vor ihnen liegt eine Plattform, auf der ein Ladekran installiert ist. Am Ende des Krans hängen dicke Taue, die einen Schiffrumpf halten – hier soll sich Mr. Dory aufhalten. Bewacht wird diese Plattform von drei Fischmenschen, die Jonathan und Grimmbart mit ihren Bögen unter Beschuss nehmen. Bald schon quetschen sich auch die Manticore durch die enge Öffnung und ein Kampf auf Leben und Tod entbrennt. Die Manticore gleiten durch die Luft und fliegen einen um den anderen Angriff, die Skums – so heißen die Fischmenschen – schießen Pfeile ab oder stechen mit einem Dreizack zu, und die Helden wissen gar nicht, ob sie sich heilen oder zuschlagen sollen. Es sieht nicht gut aus. Baras, der zur Gruppe dazu stoßen konnte, wird von einem Skum von der Plattform gestoßen – Grimmbart nimmt sich hieran ein Beispiel und rammt ebenfalls einen Skum von der Plattform. Schlussendlich sind Skum und Manticore tot oder geflohen und die Helden am Ende ihrer Kräfte.

Vorsichtig balancieren sie über einige Planken auf den Schiffrumpf und verschaffen sich Zutritt. Der Rumpf, der halb im Wasser hängt, ist mit frischem Seewasser gefüllt. Am Ende des Schiffrumpfes befindet sich eine Tür, davor liegen nur ein schmaler Steg und ein düsterer Seewasserbassin. Kaum stehen die Helden auf dem Steg, tauchen aus dem Bassin zwei Skum auf und greifen sie von hinten an. Durch den Lärm alarmiert öffnet sich dann auch noch die Tür, und Mr. Dory erscheint. Er sieht nicht gut aus – die Haut gelblich-wächsern, an einigen Stellen von Zerfall gezeichnet. Jonathan vermutet, dass es sich um eine lebende Leiche handelt, was erklären würde, warum sich Mr. Dory so selten in der Öffentlichkeit zeigt.

Mr. Dory zaubert – Grimmwart wird gehalten, befohlen und vergeblich verflucht. Auch die Skums schlagen hart zu, doch können sie niedergestreckt werden. Als Mr. Dory seine Felle davon schwimmen sieht, bietet er den Helden Verhandlungen an. Die Helden sind sich nicht mehr sicher, ob sie den Kampf ohne Verluste gewinnen können (Jonathan wurde dreimal niedergestreckt und wieder belebt), und die nach dem Debakel mit den Wachleuten nicht noch mehr „unschuldige“ Leben nehmen wollen, willigen ein.

Es stellt sich heraus, dass ein Mitglied der Familie Bergerac Mr. Dory beauftragt hat, den Leichnam von Pierre-Louis aus der Leichenkammer der Stadtwache zu bergen. Um ihn zu identifizieren, hat das Familienmitglied ein Bild da gelassen, was Pierre-Louis relativ zeitgenössisch zeigt. Das Bild ist mit „Bernadette Bergerac“, der jüngsten Schwester der Bergeracs, gekennzeichnet. Die Helden haben nun den Beweis, welche die Werratte mit der Familie Bergerac und dem nächtlichen Attentat in Verbindung bringt.

Dann Verhandlung: Mr. Dory rückt das Bild von Pierre-Louis raus. Das Bild ist von Bernadette Bergerac gemalt worden; damit ist die Familie mit dem nächtlichen Attentat und einer Werratte in Verbindung gebracht.

Die Helden machen sich zurück in das Lagerhaus. In der Lagerhalle befindet sich mittlerweile die Stadtwache der Schattenküste und untersucht die getöteten Personen. Jonathan, der den schlechten Ruf der Stadtwache kennt, verhandelt ein Blut- und Schweigegeld von 500 Goldmünzen und die drei Helden machen sich auf den Weg in die Stadt. Ihr Ruf hat aber gelitten. Wer ahnt schon, was das für Konsequenzen haben wird…

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headrevolution

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