Adventures in Sasserine

Log: Zu Besuch bei Familie Graul

Armenhaus – [Freie Stadt Sasserine, 18. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]
5 Uhr morgens: Die Helden wachen pünktlich auf, um den Auftrag von Lavinia anzugehen. Auch Martyn steht auf und macht Frühstück für die Helden. Bei Ziegenmilch, Käse und geräuchertem Fisch planen die Helden ihr Vorgehen – alle bis auch Corak, der ungewohnt still ist. Als ihn Aras darauf anspricht, antwortet Corak, dass er wieder einen Alptraum gehabt habe. Alle sehen, dass Corak ziemlich übernächtigt aussieht. Yavia untersucht Corak und findet eine nur noch minimal nachschwingende Resonanz. Aus der Beschreibung von Corak schließt sie, dass jemand ihm einen Nachtmahr geschickt hat. Die Resonanz schwingt in der archaisch anmutenden Frequenz, die sie von dem Olmanen aus Vordekais Grabmal her kennt. Den Helden ist die Sache klar – der alte Schamane setzt Corak zu, um sich zu rächen.

Sie lassen sich hiervon jedoch nicht abhalten und holen von Lavinia die Schatztruhe mit rund 13.500 Silberkronen, sowie die Urkunde des Handelsgerichts, in dem Lavinia als Verweserin des Restarte-Anwesens eingesetzt wird. Am Sonnenaufgangs-Markt warten die drei Ochsengespanne, und die Helden machen sich auf die Handelsstraße in das südliche Hinterland von Sasserine.

Anwesen der Restartes – [Umland von Sasserine, 18. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]
9 Uhr morgens: Nach rund drei Stunden haben die Helden die sechs Meilen Wegstrecke hinter sich gebracht. Das Anwesen liegt still und unschuldig vor ihnen da – die Reste des Kampfs, der sich erst vor wenigen Tagen hier zugetragen hatten, sind bereits beseitig worden. Die Helden betreten das Gesindehaus und finden die drei verbliebenen Diener und Mägde tot vor – sie wurden in ihren Betten erschlagen. Die Helden durchsuchen das Anwesen und entdecken, dass die bereits gepackten Tabakballen geraubt worden sind. Die Tat liegt nach Coraks Einschätzung nicht mehr als einen Tag zurück.
Die Helden bereiten den erschlagenen Dienern einen Scheiterhaufen und verbrennen sie dort. Nach kurzer Beratung entscheiden sich die Helden, zunächst nicht die vermeintlichen Täter – Beaudineaut – zu stellen, sondern die am weitesten entferte Farm aufzusuchen, um dort die verfügbaren Vorräte aufzukaufen. Je nach Bedarf würden sie dann auf dem Rückweg auf Beaudineauts Farm vorbei schauen.

Ackaldes Bauernhof – [Umland von Sasserine, 18. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]
Gegen 12 Uhr Mittags kommt die Ochsenkarawane der Helden auf Ackaldes Farm an. Zwei junge Männer reparieren auf dem Hof die Deichsel eines Wagens. Als die Helden auf den Hof fahren, verschwinden sie im Haus, um gleich darauf wieder mit ihrem Vater – einem grobschlächtigen und einfach gekleideten Bauern – zu erscheinen. Alle sind bewaffnet und befragen die Helden nach ihren Wünschen. Aras fällt auf, dass die Leute alle bedrückt erscheinen. Mit dem Dokument des Handelsgerichts legitimieren sich die Helden und beginnen die Verhandlungen.
Franz Ackalde führt den Helden seine Ware vor. Er hat 10 Ballen bestes Sasseriner Kraut, was er für 880 Silberkronen pro Ballen verkaufen will. Seine zweitbeste Ware ist für 660 Silberkronen zu haben – davon hat Ackalde aber nur 5 Ballen.

Während Corak und Yavia sich noch mit der schlechtesten Qualität beschäftigen, erkundigt sich Aras im Haus nach dem Befinden der Familie. In der Küche trifft er Ackaldes Frau Erika und Großvater Seppo. Dieser berichtet, dass die beiden Töchter der Ackaldes – Julia und Karin – seit gestern im Wald verschwunden wären. Sie hätten schon alles abgesucht und befürchten das Schlimmste – dass sie von Ogern gefangen sein würden. Auch der Hund – der Lieblingshund von Julia, die eine große Affinität zur Natur aufweist – ist nicht wieder aufgetaucht. Die Helden bieten ihre Hilfe an, welche die Ackaldes dankbar annehmen.

Wildlande – [Umland von Sasserine, 18. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]
Hmm   ruckus 50
Nach rund einer halben Stunde Fußmarsch sind die Helden an der Wasserstelle angekommen, an der sich Karin und Julia gerne aufgehalten haben. Corak nimmt die Suche nach ihnen auf kommt nach einer weiteren halben Stunde an eine Falle: Ein aufgeschnittenes Netz hängt an einem Baum. Corak findet eine Hundespur, die im Wald verschwindet, sowie die Spur einer massiven Gestalt mit mehreren Hunden, die erst zum Netz und dann wieder weg führt. Sie folgen der Spur und hören nach einer weiteren halben Stunde Hundegejaule. Corak und Chuttle schleichen vor und sehen einen Jagdhund, dessen Hinterlauf in einer Falle steckt. Aus der gegenüberliegenden Richtung kommt eine massive Gestalt mit fünf Hunden entgegen. Die Helden schließen auf und konfrontieren die Gestalt.

Aras kann den Ogerartigen namens Ruckus – das Ergebnis mehrere Generationen von Inzucht zwischen Halbogern – davon überzeugen, für ein Goldstück von dem Hund abzulassen. Ruckus verschwindet, Corak öffnet die Falle und Aras heilt den Hund. Dieser scheint die Situation vollkommen zu verstehen und zerrt die Helden in dieselbe Richtung, in der Ruckus verschwunden ist.

Hmm   karte farm 5014.30 Uhr: Die Helden kommen endlich zum Ziel der Reise. Vor ihnen liegt auf einer Lichtung im Wald ein zweistöckiges Haus. Den Helden zugewandt ist eine große Veranda, auf der die Eingangstür des Hauses zu sehen ist. Weiter rechts können die Helden noch eine große Scheune entdecken.

Vor dem Haus stehen Ruckus und ein weiterer deformierter Ogerartiger. Diesem hier scheint ein großer Tumor aus der Schulter zu wachsen. Ruckus und der Tumor-Deformierte unterhalten sich in kehliger Stimme und lachen immer wieder auf.

Die Helden beschließen, Chuttle unsichtbar auf eine Erkundungsmission zu schicken. Die Koboldin schleicht sich in großem Bogen auf die Veranda. Vorsichtig tastet sich ihr Krallenfuß über die Fußdielen, bis sie vor der von Termiten zerfressenen Tür ist. Chuttle tastet die Tür nach Fallen ab, drückt jedoch zu stark und löst den Mechanismus aus. Von der Decke der Verande fällt ein Gitter mit vier knöchernen Dornen herab. Chuttle wirft sich blitzschnell zur Seite und kann drei Dornen ausweichen, der vierte trifft. Gleichzeitig hört man unter den Fußbohlen ein sirrendes Geräusch. Mehrere Sägeblätter schießen zwischen den Bohlen hervor und ziehen einmal quer über die Veranda. Chuttles Herz pocht panisch, als eines der rostigen Blätter an ihren Krallen vorbei schnarrt.

Die beiden Ogerartigen unterbrechen ihr Gespräch sofort. Ruckus schnaubt wutentbrannt auf und pfeift seine Hunde herbei, um mit ungelenken Schritten zur Eingangstür zu laufen. Auch die andere Gestalt macht sich, einen riesigen Haken in der Hand, daran, zum Eingang zu laufen, doch spicken ihn Corak und Aras mit Pfeil und Bolzen. Der Gigant fährt geifernd herum, bricht die Pfeile ab und rennt auf die Helden zu.
Hmm   crowfoot
Chuttle öffnet mittlerweile die Tür und flieht in den Eingangsraum. Kaum hat sie die ersten Schritte in den Raum gesetzt, klappt eine Bodenluke auf. Chuttle wirft sich herum und stolpert in die entgegen gesetzte Richtung, kann so dem Sturz in die Tiefe noch einmal entgehen. Im selben Augenblick, als sie die nächte Tür öffnet, stürmt Ruckus in den Raum und harpuniert sie mit seinem Speer förmlich. Die Speerspitze durchbohrt Chuttles Rückenpanzer, ihren Brustkorb und den vorderen Teil ihrer Rüstung. Als Rukus den Speer mit einem heftigen Ruck wieder zurück zieht, spritzt heißes Koboldblut in feinen Tropfen auf den deformierten Ogerartigen-Körper. Chuttle stürzt tödlich getroffen zu Boden.

Der zweite Gigant stürmt auf Corak, Yavia und Aras zu. Corak kann einen Hieb austeilen, doch die Antwort, die der Ogerartige ihm gibt, ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Aras, sein Lied des Mutes trällernd, flankiert den Entstellten und kann ihn ebenfalls verletzen. Hassverzerrt fährt Ogerartige herum, reißt den baumdicken Arm hoch und lässt den Ogerhaken zweimal niedersausen. Aras hat kaum Zeit zu realisieren, wie ihm der Haken in die Eingeweide und den Brustkorb schlägt, da fällt er schon bewusstlos zu Boden.

Bevor der Ogerartige Aras endgültig den Garaus machen kann, wirkt Yavia einen Zauber und tauscht Corak mit Aras aus. Der Gigant ist für einen Moment abgelenkt und Corak nutzt den Moment, um mit seinem Breitschwert zwei große Wunden zu schlagen. Von hinten schlägt ein Flammenzauber Yavias in den Ogerartigen und fügt ihm schwere Verbrennungen zu. Zwar kann er noch einmal Corak schwer verletzen, doch dann schlägt Coraks Breitschwert eine klaffenden Wunde in den Tumor und spaltet das entartete Fleisch bis zur Luftröhre.

Rukus rennt mit seinen Hunden zurück zu seinem Geschwister. Yavia schießt ihnen einen Blitzschlag entgegen, kassiert aber im Gegenzug einen Sturmangriff des Ogerartigen. Auch Yavia wird schwer verletzt. Die Hunde beschäftigen derweil Corak, können aber keinen Schaden anrichten. Rukus holt wieder zu einem mächtigen Hieb aus, und Yavia sieht sich schon auf seinem Speer aufgespießt, doch der Ogerartige ist zu hektisch und rammt den Speer neben Yavia in einen Baum. Corak, der sich mittlerweile der Hunde entledigt hat, tritt zwischen den Bäumen hervor und spaltet mit zwei schnellen Hieben den Schädel des Entstellten.
Corak flößt Aras sofort einen Heiltrank ein und reißt ihn auf die Beine. Kaum steht er wieder, schreitet Yavia mit ihm durch eine Dimensionstür in das Innere des Hauses. Chuttle röchelt immer noch schwach in einer Blutlache, doch ihr Ende ist nahe. Mit ihrem letzten Atemzug ertastet Aras ihren kleinen Körper und stimmt sein schönstes Heillied an, was Chuttle an der Schwelle des Todes erhört. Ihre Wunden schließen sich. Auf dem Boden liegend öffnet sie ihre großen Echsenaugen und haucht: “Ich wusste, dass Du mich retten würdest, Aras!”

Mitten im Haus der Ogerartigen ist jedoch keine Zeit für besinnliche Wiedersehensrituale. DieHmm   karte erdgeschoss Helden verstummen angespannt und lauschen, ob sich in dem Haus etwas tut. Das alte Anwesen knarrzt immer wieder. Corak vermeint, aus zwei Richtungen Geräusche zu vernehmen. Die Helden beschließen, das Haus jetzt von Außen zu erkunden. Aras und Chuttle schleichen einmal um das Haus, während Yavia und Corak die Falltür im Vorraum inspizieren.

Die Falltür führt in einen feuchten Kellerraum. An den Wänden haben sich große Schimmelfelder gebildet und auf dem Boden sind Schlamm und Pfützen zu sehen. Yavia wird einen kleinen Stein hinunter, der nun magisch leuchtet, und die beiden Helden erkennen in der hinteren Ecke ein großes tentakelbewehrtes Monster, das aussieht wie eine Mischung aus Ogerartigem und Komposthaufen – so, als hätte sich ein Spross der Familie in einen Haufen aus ineinander verknoteten Schlingpflanzen verwandelt.

Hmm   mama graul 50Derweil konnten Aras und Chuttle einen Blick in den hinteren Raum werfen. Das erste, was den beiden auffällt, ist jedoch ein enormer Gestank, der durch die ritzen des termitenzerfressenen Hauses dringt. Dieser Gestank nach verwesenden Fleisch, alten Schweiß und Exkrementen scheint von aus einer Vielzahl von Quellen zu dringen: Den Eimern voller Unrat, die an den Wänden gestapelt sind und von Schwärmen faul vor sich hin brummender Fliegen umschwirrt werden. Einem riesigen Bett, dessen Laken von getrocknetem Blut, Urin und Schweiß hoffnungslos durchtränkt sind. Einer großen Staffelei, die mit diversen Schattierungen von Rot und Braun bemalt ist. Mehreren Gefäßen mit zerdrückten Organen und zerrissenen Gliedmaßen, die wohl als archaische Farbe und Pinsel dienen. Einigen echten Pinseln, die verdächtig nach Menschenhaar aussehen, die in einem zerbrochenen Schädel stehen.
Auch der Rest des Zimmers ist eine Ansammlung perverser Albträume: Ein Kamm, gefertigt aus dem Unterkiefer eines Menschen. Zwischen den Zähnen hängen Fäden langen schwarzen Haars. An der Westwand stehen drei offene Särge, in denen sich drei deformierte Ogerartige befinden. Ihre Münder sind allesamt mit schwarzem Haar vernäht, und ganz im Gegensatz zu ihren lebenden Brüdern sind sie in zerlumpte, aber edle Kleidung gehüllt.
Über dem Bett schwebt eine immense Gestalt, gehüllt in ein rotes Gewand, mit einer Kette aus Blumen und Menschenohren, und schaut gespannt auf die Tür.

Hmm   karte scheuneAras und Chuttle schleichen weiter um das Haus und entdecken im nördlichen Raum zwei weitere Ogerartige. Dann treffen sie sich mit Corak und Yavia und schleichen zur Scheune. Hinter der doppelflügeligen Tür hören sie drei Stimmen. Ein Blick zwischen die Balken der Scheune zeigt diverse Zwinger und Lagerstätten für Heu. Auch eine archaisch anmutende Destille steht im vorderen Teil der Scheune.
Der hintere Teil der Scheune scheint von einem dichten Spinnennetz gefüllt. In den Ecken des Raumes befinden sich auf einem Podest die zwei Mädchen und drei Männer – alle nackt, alle in Käfigen und die Männer in Ketten gehängt.

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Alle Bilder © by Paizo

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headrevolution

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