Adventures in Sasserine

Log: Das Armenhaus

Sasserine – [Freie Stadt Sasserine, 15. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]

Corak kümmert sich dann darum, endlich eine eigene Bleibe zu organisieren. Da ihm das Heldenviertel gefällt – schließlich ist dieses Viertel Kord gewidmet – fragt er zunächst im Hohen Tempel nach guten Ratschlägen für die Suche. Der Adept berichtet ihm vom „Rumpelbauch“, wo man sich auch Zimmer nehmen kann. Weiterhin fällt ihm ein, dass er gestern eine Messe für den Schnellen Jamie gelesen hätte, welcher bei den Spielen in der Arena leider einen tödlichen Unfall hatte.

Corak sucht zunächst den Agenten vom Schnellen Jamie auf, einen Mann namens Bailden Draver. Draver residiert in einem kleinen und überfüllten Büro. Er ist angetrunken und sieht übernächtigt aus. Nach kurzem Gespräch kommen Corak und Draver überein, dass Corak einen Kampf gegen einen Bären übernimmt, und dafür die Siegesprämie und die Vermittlung der Wohnung des Schnellen Jamie bekommt. Da sich Corak erst am frühen Abend in der Arena einfinden soll, geht Corak zurück in den Rostigen Piraten.

Dort trifft er auf Jonathan, der einen Brief der Aurana des Pelortempels, Kera Gosalar, erhalten hat. Kera bitte den Pelorkleriker um einen Besuch, und sowohl Jonathan und Corak machen sich sofort auf den Weg.

Die Aurana ist erfreut, den wandernden Pelorkleriker in ihrer Domäne begrüßen zu dürfen. Sie berichtet von der Arbeit, die in Sasserine zu leisten ist, und nicht nur spricht ihr Bericht, sondern auch ihr Aussehen Bände von diesen Anstrengungen. Gosalar ist eine Frau, die Gehorsam gewohnt ist und deren strenge Züge von der harten Arbeit der vergangenen Wochen gezeichnet. Als eine große Herausforderung nennt sie die Geschichte um das Armenhaus, was die Kirche Pelors unterhält. Das Haus ist eine Dauerleihgabe von Balthasar Finn, und die Kirche darf das Haus für ihre Zwecke so lange nutzen, bis sie es sieben und einen Tag nicht genutzt haben. In diesem Fall fällt es an den Eigentümer zurück. Unglücklicherweise sind nun zwei Dinge geschehen. Balthasar Finn hat das Haus verspielt und an Claudine Bergerac verloren. Darüber hinaus sind einige Vorfälle in dem Haus geschehen – zunächst kleinere Geschehnisse, die die Leute in Angst versetzt haben, doch mit der Zeit steigerten sich diese Zwischenfälle, es erkrankten Einwohner und am Ende kam es zu zwei Todesfällen. Von den zwölf Familien (davon zwei lose Zusammenschlüsse von Waisen) sind bereits zwei aus dem Haus ausgezogen, und wenn dies so weiter geht, steht nicht nur das Wohlergehen der Einwohner, sondern auch das Armenhaus als solches auf dem Spiel. Jonathan verspricht, sich der Sache anzunehmen.

Armenhaus am Kanal – [Freie Stadt Sasserine, 15. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]

Jonathan macht sich mit Corak sofort auf den Weg zum Armenhaus, das in der Wasserstraße liegt. Diese Gegend ist zumindest Corak bereits bekannt, da in dieser Gegend auch das unterirdische Versteck der Lotusdrachen angesiedelt war. An den etwas heruntergekommenen Häusern und ärmlichen Menschen hat sich sich seitdem nichts zum Besseren geändert.
Da Jonathan in voller Ausrüstung unterwegs ist, erregt er natürlich die Aufmerksamkeit der Kinder, die von dem schimmernden Brustpanzer, seinen Waffen und dem hellen Symbol Pelors fasziniert sind. Sie bestürmen ihn mit Fragen und betteln ihn auch um Nahrung an, so dass Jonathan sich erbarmt und ein paar seiner Rationen mit den Kindern teilt. Dabei erkundigt er sich nach den Geschehnissen im Haus und erfährt von Ratten, die des Nachts durch das Haus schleichen, bzw. von „leuchtenden“ Ratten.

Das Armenhaus ist zwei Stockwerke hoch und direkt am Kanal gebaut. Nach hinten ragt es ewas über den Kanal, um so noch besser den Platz auszunutzen. Vor der Eingangstür sitzen ein paar Erwachsene auf der Straße, die sich bereitwillig mit Jonathan unterhalten. Vor allem ein Mann namens Martyn, dessen graue fette Haare ihm immer wieder ins Gesicht fallen, fungiert hier als Ansprechpartner. Er führt Jonathan in den zweiten Stock, wo ein Junge in ein Fieberkoma gefallen ist. Umringt von der sich sorgenden Familie – insgesamt wohnen acht Personen in einem kleinen Zimmer – untersucht Jonathan den Jungen. Er erkennt, dass er am Schmutzfieber leidet und daran auch sterben wird, wenn nichts unternommen wird. Jonathan erklärt, die Hilfe des Pelors zu erbitten und versinkt in innerer Sammlung. Dann flicht er das Erbitten des Wunders in ein altes Pelorgebet ein, von dem die Umstehenden sehr beeindruckt sind. Die heilende Energie des Sonnengottes durchströmt Jonathan und er fühlt die warme Heiterkeit, die diese ihn seinem Gott nahe sein lassen. Die Krankheit wird aus dem geschwächten Kinderkörper vertrieben, und der Junge fällt in einen tiefen Heilschlaf.

Die Menge raunt und schluchzt vor Erleichterung – doch Jonathan konzentriert sich auf eine genauere Untersuchung des Kindes. Er entdeckt Bissspuren an den Füßen des Jungen, die von großen Nagezähnen – größer als denen von normalen Ratten – herrühren. Auch scheint der Junge an den Handgelenken festgehalten worden zu sein und sein Mund zugepresst, wie feine Blutergüsse nahelegen. Jonathan erkundigt sich bei den Eltern des Jungen, die allerdings nichts bemerkt haben, aber von den merkwürdigen Träumen des Kindes berichten, in denen eine dunkle Gestalt – ein schwarzer Mann – durch das Zimmer geschlichen sein soll.

Währenddessen untersucht Corak ein verlassenes Zimmer im ersten Stock. Auf dem Boden des Zimmers ist ein großer dunkler Fleck, der sich als Blutlache herausstellt. Corak untersucht die Fensterläden genauer und entdeckt frische Kratzspuren, genau wie an der gesamten Rückwand des Hauses (was er durch eine vorsichtige Kletterpartie herausfindet). Es scheint so zu sein, dass etwas an dieser Wand entlang geklettert ist und sich über die Fensterläden Zugang zum Haus verschafft hat. Jonathan und Corak beraten sich vor der versammelten Einwohnerschaft über dieses Thema, die daraufhin in große Angst ausbricht. Mehrer Versucht, die Leute zu beruhigen, schlagen fehl, und zwei Familien verlassen das Haus. Jetzt wohnen nur noch fünf Familien, davon die zwei Verbünde von Waisen, in dem Haus…

Arena – [Freie Stadt Sasserine, 15. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]

Da der Abend näher rückt und im Armenhaus des Pelor nichts mehr zu tun scheint, begeben sich Corak und Jonathan zur Arena. Draver wirkt fahrig und ist überrascht, dass Corak einen Freund mitgebracht hat. Er holt einen Jungen herbei, der den Pelorkleriker zu seinem Platz bringen soll, und führt danach Corak in die Waffenkammer. Dort rüstet er ihn mit einem Speer und einem Schwert aus, und schon bald wird der Kampf der „wilden Barbaren gegen die Bären“ angekündigt. Corak merkt noch an, dass von „Bären“ nie die Rede war (nur von einem Bär) und findet sich schon in der Arena wieder. Er zögert zunächst, die Bären anzugreifen und schon bald wird der Ansager ungeduldig und es werden die Mabari-Kriegshunde in die Arena geführt. Diese sind durch die Aufseher schon total aufgestachelt und greifen sofort Corak und die Bären an. Corak tut sein bestes, um sich seiner Haut zu erwehren, doch muss bricht sein Speer nach dem dritten Stich hinter dem Schaft ab. Die Menge johlt, sieht sie nun wirklich einen Kampf auf Leben und Tod. Auch die Schwerter, mit denen Corak kämpft, verbiegen sich nach einigen Hieben – der Barbar flucht, biegt die Klingen wieder gerade und muss sehen, dass es sich um Bronzewaffen handelt, die ihm angedreht wurden. Immer wieder reißen ihn die Hunde zu Boden und verbeißen sich in ihm; der Halbork blutet aus vielen Wunden…

Währendessen wird Jonathan durch die Arena geführt. Der Junge nimmt immer wieder andere Abzweigungen, und schon bald hat der Kleriker den Eindruck, dass der Junge ihn möglichst lange von der Arena fernhalten soll. Jonathan stellt seinen Führer zur Rede und kann ihn überzeugen, die Wahrheit zu sagen. Der Junge gibt zu, dass Draver ihm den Auftragt gegeben hätte, den Kleriker möglichst lange zu beschäftigen. Zornig und gleichzeitig besorgt nötigt Jonathan den Jungen, ihn zur Arena zu führen, und als die beiden dort ankommen, ist Corak bereits dem Tode nahe. Jonathan drängelt sich zu den untersten Zuschauerrängen durch und springt in die Arena, um sich an dem Kampf zu beteiligen. Die Wundermacht Pelors und der gute Stahl seines Streitkolbens wenden schließlich das Blatt – die Mabari werden getötet, Corak geheilt und sogar der Bär von der Schwelle des Todes gerettet.

Die aufgebrachten Aufseher beruhigen sich bald und sind ebenfalls empört, als Corak ihnen den Speer – der hinter dem Spitze angesägt war – und die Waffen zeigt. Zwar sind Bronzewaffen ein normaler Bestandteil der Spiele – um sie spannender zu machen – doch werden diese normalerweise nicht mit grauer Farbe versehen, um sie wie Stahlwaffen aussehen zu lassen. Der Oberaufseher verspricht, die Sache zu untersuchen.

Corak und Jonathan machen sich umgehen auf, um Draver in seinem Büro zu stellen. Die verschlossene Tür wird von Corak final geöffnet. Draver ist nicht da, und so nutzt Jonathan die Gelegenheit, um das Büro zu untersuchen. Er findet mehrere Schuldscheine vom Ehrlichen Brank, die andeuten, dass Draver in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Der Tod seines letzten Kämpfers hat dem Plan, die Schulden zurückzuzahlen, einen entscheidenden Dämpfer versetzt. Die Helden gehen dann zu den Wettschaltern und erfahren, dass die Quoten 20:1 für den Barbaren standen, und dass Draver gegen den Barbaren gewettet hat.

Corak ist natürlich empört, so hintergangen worden zu sein, doch da Draver verschwunden ist und die Nacht näher rückt, machen sich die beiden Helden auf, im Armenhaus nach dem Rechten zu sehen.

Armenhaus am Kanal – [Freie Stadt Sasserine, 15. Tag im Monat des Schwärmens 594 AZ]

Corak und Jonathan legen sich in verschiedenen Stockwerken auf die Lauer. Die Nacht verstreicht lange Zeit ereignislos, doch dann entdeckt Corak einen dunklen Schatten, der durch den Kanal schwimmt und sich dann an die Rückseite des Hauses klammert. Rote Augen leuchten in der Nacht, doch setzt die Kreatur nur kurz zum Klettern an, stutzt, fixiert die Augen des Barbaren und lässt sich dann ins Wasser zurück gleiten. Die Kreatur taucht und bleibt verschwunden…

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headrevolution

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